LINDLEY LINDENBERG, a.a.a Aktiengesellschaft Allgemeine Anlageverwaltung, Frankfurt a. Main, Deutschland - FRANKEN\ARCHITEKTEN

LINDLEY LINDENBERG

„Ähnlich wie das reale "Lindley" hat also auch das Hotel in Artur Beckers skurrilem Hotelroman "Der unsterbliche Mr. Lindley" einen modernen verglasten Vorbau, der auf den ersten Blick an ein Flughafenterminal erinnert. Es gibt hier "Einkaufsläden, Restaurants, Bars und sogar Bäume", …und "auf allen Stockwerken" irren "Menschen umher".[1]
Marta Kijowska " Und zum Nachtisch halluzinogene Pilze“, aus FAZ, 12.02.2019

 

Kein Hotel - LINDLEY LINDENBERG - Die dritte Gästegemeinschaft mit 100 Zimmern eröffnet im Frankfurter Ostend.

Der Entwurf von Franken Architekten schließt in Nord/Südrichtung eine halbe Blockseite zwischen Hanauer Landstraße und Lindleystraße und bildet im Süden einen losgelösten Solitär. Das Gebäude besteht aus einem siebengeschossigen riegelförmigen Baukörper geteilt in einen Zimmertrakt mit Lochfassade und die südseitig angesetzte „Wunderkiste“. Im Erdgeschoss befinden sich, wie bei den meisten Hotels, öffentliche Nutzungen.
Im Lindley entwickeln sich weitere teils doppelgeschossige Gemeinschaftsräume über die volle Gebäudehöhe überraschenderweise in die Vertikale. Diese „Wunderkiste“ differenziert sich vom Zimmertrakt durch eine vorgehängte Gusseisenfassade an den geschlossenen Seiten und öffnet sich im Süden zum Hafenbecken des Osthafens durch eine vollständige Verglasung. Dieses Schaufenster macht die Gästegemeinschaft zum sichtbaren Teil der Stadtgesellschaft. Die Geschossdecken zeichnen die mit Splitleveln und Treppen verbundenen Raumabschnitte nach und betonen damit die vertikale Stapelung. Durch die Wunderkiste wird eine neue Typologie der Hotelarchitektur begründet, die perfekt zum innovativen Konzept der Gästegemeinschaft mit seiner Betonung der Gemeinschaftsräume passt. Die Materialwahl von Gusseisen, Putz und Klinker sowie die klassische Dreiteilung des Zimmertrakts in Sockel, Schaft und Dachabschluss referenzieren auf Gründerzeit-Industriearchitektur. Der Sockel wird durch bodentiefe Fenster betont, die eine Verbindung zum Garten herstellen. Geklinkerte Ornamentfelder und bodentiefe schlichte Holzfenster strukturieren den Mittelteil, den Dachabschluss bildet ein Gesims.
Die architektonische Gestaltung verbindet den Genius Loci des ehemaligen industriell geprägten Frankfurter Ostens mit der Jetztzeit und gibt der Gästegemeinschaft mit der Wunderkiste ein ikonisches Zeichen.

Kunde a.a.a Aktiengesellschaft Allgemeine Anlageverwaltung
Standort Frankfurt a. Main, Deutschland
Projekt-Team Prof. Bernhard Franken, Frank Brammer, Robin Heather, Manuel Naranjo, Sebastian Pajakowski, Mehran Rahmani, Julia Misselwitz
Status Fertiggestellt 2019
Dimension 4.340 m²

Narrative Spaces

parametric

semantic

scenographic

„Szenografie beschränkt sich

nicht auf die Bühne oder die Leinwand, auch nicht auf Events und Messen. Sie ist ein Entwurfsansatz, der in der Narration wurzelt und auch auf Gebäude oder sogar städtebau-
liche Aufgaben angewendet werden kann.“

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ritual

Auszeichnungen

• Nominiert für Hotelimmobilie des Jahres 2019

 

Publikationen

FAZ, 05.02.2016

Stylepark Magazin, 23.07.2019